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Investmentupdate

10% Plus

Marktausblick von Ann-Katrin Petersen, CFA
27. September 2022

Italien, die drittstärkste Volkswirtschaft des Euroraums, wird demnächst von einem rechtskonservativen Bündnis regiert, welches im günstigsten Fall wenig Schaden anrichtet, im ungünstigsten jedoch über die italienischen Grenzen hinweg für Instabilität sorgen könnte.

Italien dürfte an EU-Gelder gekoppelte Reformen zunächst weitestgehend fortsetzen

Das Dreierbündnis aus Fratelli d’Italia, Lega und Forza Italia verpasste bei den Parlamentswahlen am Sonntag zwar knapp die angestrebte Zweidrittelmehrheit, wird künftig aber dennoch in beiden Kammern (Abgeordnetenhaus und Senat) über eine komfortable Mehrheit verfügen. Verglichen mit dem Wahlkampf im Jahr 2018, als großzügige staatliche Ausgabenpläne und Begrifflichkeiten wie „Euro-Austritt“ und „duale Währung“ tiefe Sorgenfalten in Europas Hauptstädten hervorriefen, scheint Italiens Parteienlandschaft wieder zurück in Richtung „Mainstream“ gerückt zu sein. Erwartungsgemäß wird die neue Führung in Rom versuchen, den Konfrontationskurs mit der Brüsseler EU-Kommission nur gerade so konfrontativ zu gestalten, wie es möglich ist, um dennoch weitere Auszahlungen aus dem EU-Wiederaufbaufonds zu erhalten. Die Gelder aus dem größten EU-Konjunkturpaket aller Zeiten sind an den Fortschritt von vereinbarten Reformen gekoppelt (Aufbau- und Resilienzpläne). Nicht von weniger Bedeutung ist, dass die Europäische Zentralbank (EZB) den möglichen Einsatz ihres neuen Antifragmentierungsinstruments („Transmission Protection Instrument“, TPI) unter anderem an die Einhaltung der Planziele knüpft. Während die EZB ihren geldpolitischen Normalisierungskurs fortsetzt, kann das TPI aktiviert werden, um „ungerechtfertigte, ungeordnete Marktdynamiken“ einzudämmen, die einer einheitlichen Übertragung der Geldpolitik im Euroraum entgegenstehen.

Nichtsdestotrotz könnte die nächste Zeit für italienische Staatsanleihen angesichts sich eintrübender Fundamentaldaten holprig werden. Schließlich möchte eine neue Regierung unter Giorgia Meloni rasch die Steuern senken: Steuern runter „für Familien, Unternehmen und Selbstständige“ lautete das übergreifende Wahlversprechen des rechtskonservativen Blocks. Gleichzeitig werden die Ausgaben wohl weiter steigen, sodass die ohnehin schon beträchtlichen Staatsschulden des Landes in absoluter Betrachtung weiter anwachsen sollten. Relativ zur Wirtschaftsleistung lag die Staatsschuldenquote Italiens Ende des ersten Quartals 2022 gemäß Eurostat bei 152,6% – die zweithöchste im Währungsgebiet nach Griechenland (189,3%), fast 15 Prozentpunkte höher als im Jahr 2018, und das vor dem Hintergrund einer weltweiten geldpolitischen Straffung. Solange das nominale Wirtschaftswachstum in Italien, nicht zuletzt dank der hohen Inflation, beträchtlich ausfällt, könnte die Schuldenquote in der kurzen Frist sogar fallen. Ungemütlicher gestaltet sich die Schuldendynamik, wenn die Preissteigerungsraten eines Tages wieder sinken, Italiens reales Wachstumspotenzial fortgesetzt spürbar hinter dem europäischen Durchschnitt hinterherhinkt und die höheren Marktzinsen schrittweise auf die derzeit noch moderate durchschnittliche Zinslast des italienischen Staates durchschlagen.

Gipfel der Inflation im Euroraum ist noch nicht erreicht

Apropos Inflation: Zumindest in der kurzen Frist dürfte die Teuerung im Euroraum weiter anziehen. Analystenschätzungen lassen für den Monat September (Veröffentlichung am Freitag) eine Gesamtinflationsrate von mehr als 10% gegenüber Vorjahr erwarten. Im August hatte die jährliche Inflationsrate bei 9,1% gelegen, getrieben insbesondere von den Komponenten Energie und Nahrungsmittel, aber auch Dienstleistungen und Industriegüter. Allein eine rekordhohe zweistellige Inflationsrate – fünfmal so hoch wie die EZB-Preisstabilitätsmarke – dürfte Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Das Augenmerk sollte aber vor allem auf der Entwicklung der Kernrate liegen, die im August 4,3% betragen hatte. Selbst ohne Berücksichtigung schwankungsreicher Komponenten wie Energie und Nahrungsmittel hat sich der unterliegende Kostendruck in der Eurozone stetig verbreitert und wird somit hartnäckiger. Das Thema Inflation wird nicht gänzlich verschwinden, solange Angebotsknappheiten und Produktionshemmnisse – die wohlgemerkt nicht innerhalb des direkten Einflussbereichs der Notenbanken liegen – fortwirken, sei es im Zusammenhang mit der Pandemie, geopolitischen Spannungen, der Neuverkabelung des Welthandels oder grünen Transformation der Wirtschaft.

Die EZB gibt sich einen grünen Anstrich

Aus Sicht der EZB bleibt der Handlungsdruck aus Sorge vor sich verselbständigenden Inflationserwartungen virulent. Am 8. September hatte sich die EZB zum größten Zinsschritt ihrer Geschichte durchgerungen, alle drei Leitzinssätze um jeweils 75 Basispunkte angehoben und die Tür für weitere markante Zinsschritte offen gelassen. Nachdem der geldpolitische Rat im internationalen Vergleich bis zur Juli-Sitzung einen zögerlichen Normalisierungskurs verfolgt hatte, gab er sich nun umso entschlossener. Der jüngste Fed-Zinsentscheid, fortgesetzt schwache Euro-Wechselkurs (nicht nur geldpolitisch bedingt, sondern auch in Reaktion auf die russische Teilmobilmachung), welcher importierte Waren und Dienstleistungen aus dem Ausland zusätzlich verteuert, und die erhöhten Rezessionsgefahren dürften nicht für mindere Dringlichkeit in den Türmen im Frankfurter Ostend sorgen.

Rückläufige Frühindikatoren wie der Euroraum-Einkaufsmanagerindex als auch das ifo-Geschäftsklima signalisieren ein wirtschaftlich schwieriges Winterhalbjahr. Die Frage ist inzwischen weniger, ob es angesichts des Energieschocks zu einem Konjunkturabschwung im Euroraum kommt, sondern wie ausgeprägt dieser ausfallen wird. Einige EZB-Ratsmitglieder scheinen daher ein „Frontloading“ (Vorziehen) von Zinsschritten im Kampf gegen Inflationsrisiken bevorzugen. Mit anderen Worten versucht die EZB, bis Jahresende so viele Straffungsschritte wie möglich unterzubekommen. Und während die Fedbanker in der vergangenen Woche die Leitzinsen zum dritten Mal in Folge um 75 Basispunkte anhoben, auf ein Zielband von 3,00- 3,25%, und die sog. „Terminal Rate“ (Hochpunkt im Straffungszyklus) inzwischen bei 4,6% verorten, liegt der Hauptrefinanzierungssatz in der Eurozone immer noch bei vergleichsweise schmalen 1,25%. Gleichzeitig reinvestiert das Eurosystem im Gegensatz zur Fed, die ihre Zentralbankbilanz bereits abschmelzen lässt, jeden Rückfluss aus fällig werdenden Anleihen im Rahmen ihrer Anleiheankaufprogramme. Nicht ausgeschlossen, dass auch im Blick auf dieses geldpolitische Instrument eine Anpassung signalisiert wird.

Definitiv angepasst wird ab Oktober im Rahmen des Unternehmensanleihekaufprogramms der EZB (Corporate Sector Purchasing Programmes, CSPP) zumindest, in welche Anleihen reinvestiert wird. Das konkrete Vorgehen hat die EZB in der letzten Woche vorgestellt. Anleihen von Unternehmen mit einer besseren „Klimaperformance“ sollen ab dem kommenden Monat bevorzugt werden, nachdem die EZB zuletzt aufgrund des Ankaufsschlüssels im CSPP sowie des Prinzips der „Marktneutralität“ sogar eher verstärkt Anleihen von Unternehmen erworben hatte, die überdurchschnittlich viel CO2 emittieren. Es werden künftig allerdings nicht ausschließlich Anleihen von „grünen“ Unternehmen gekauft. Vielmehr soll es ein „green Tilting“ geben, bei dem tendenziell Anleihen klimafreundlicherer Unternehmen bevorzugt werden. Damit die Transmission der Geldpolitik nicht gefährdet wird, ist die EZB gezwungen, weiterhin den breiten Markt zu kaufen.

10% Plus

Marktausblick von Ann-Katrin Petersen, CFA
27. September 2022

Was bedeutet all dies für Anleger?

Staatsanleihen dürften in einem Umfeld erhöhter Inflationsrisiken aus ganzheitlicher Portfolioperspektive fortgesetzt Diversifikationseigenschaften einbüßen. In Europa hat die Gesamtinflationsrate ihren Gipfel noch nicht erklommen. Am deutschen Rentenmarkt sollten für sich genommen inflationäre Aufwärtsrisiken und die fortgesetzt kernige Zentralbankrhetorik den Aufwärtsdruck auf Staatsanleiherenditen hochhalten. Am vergangenen Freitag stieg die zehnjährige Bundrendite erstmals seit mehr als zehn Jahren wieder über die Marke von 2%. Doch bleibt es bei einem Tauziehen am Anleihemarkt, angesichts lauernder Rezessionsgefahren, anhaltender geopolitischer Unsicherheit und einer bereits sportlich gepreisten EZB-Zinspolitik.

In langfristig orientierten Portfolios bevorzugen wir weiterhin Aktien gegenüber Staatsanleihen. Kurzfristig identifizieren wir nach wie vor Enttäuschungspotenzial bei den Unternehmensgewinnen. Anhaltender Kostendruck, ein sich merklich eintrübendes konjunkturelles Umfeld, insbesondere in Europa, und die fortgesetzten Straffung der Geldpolitik lassen ein schwankungsintensives Restjahr an den Märkten für Risikoaktiva vermuten. Wir schätzen Aktien der Industrieländer taktisch, d.h. mit Blick auf die kommenden sechs bis zwölf Monate, weiterhin weniger konstruktiv ein und bevorzugen stattdessen Unternehmensanleihen hoher Bonität (Investment Grade).

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Russischer Lieferstopp – und jetzt? //DWS Marktausblick

09.09.2022 Viele haben es befürchtet: Es fließt nun kein #Gas durch Nord Stream 1. Ob die Lieferungen wieder aufgenommen werden, ist höchst ungewiss. Was heißt das für #Europa? Im aktuellen #Marktausblick veranschaulicht der DWS Chefvolkswirt Europa, Dr. Martin Moryson die Lage.

 

Was ist das Geldvermögen?

Das Gabler Bank-Lexikon definiert Geldvermögen als "Differenz zwischen Forderungen und Schulden (Verbindlichkeiten) einer Wirtschaftseinheit" (Gabler Bank-Lexikon 14. Auflage, S.609) . In unserem Fall beziffert es das Vermögen der privaten Haushalte in Deutschland. Zum Geldvermögen gehören neben dem Bestand an Bargeld und Sicht- sowie Termineinlagen auch längerfristige Anlageformen. Sachwerte wie Immobilien oder Firmenbeteiligungen hingegegn werden nicht dem Geldverrmögen zugeordnet.

 

Aktuelle Entwicklung wird auf Basis einer Trendanalyse für das 02. Quartal 2021 geschätzt - Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Berechnungen erfolgen auf Grundlage von Daten der Deutschen Bundesbank zum 4. Quartal 2020 und 1. Quartal 2021 

Geldvermögensbildung und Außenfinanzierung in Deutschland im dritten Quartal 2020  Sektorale Ergebnisse der gesamtwirtschaftlichen Finanzierungsrechnung

15.01.2021  Deutsche Bundesbank EN

Das Geld­ver­mö­gen der pri­va­ten Haus­hal­te in Deutsch­land lag zum Ende des drit­ten Quar­tals 2020 bei 6 738 Mrd €. Ge­gen­über dem Vor­quar­tal stieg es damit um 108 Mrd € oder 1,6 %. Die pri­va­ten Haus­hal­te bau­ten im drit­ten Quar­tal vor allem Bar­geld und Ein­la­gen in Höhe von 41 Mrd € auf, ge­folgt von An­sprü­chen ge­gen­über Ver­si­che­run­gen (19 Mrd €) und Ak­ti­en (11 Mrd €). Gleich­zei­tig pro­fi­tier­ten sie von Be­wer­tungs­ge­win­nen im Um­fang von ins­ge­samt 20 Mrd €. Die Ver­bind­lich­kei­ten der pri­va­ten Haus­hal­te stie­gen im glei­chen Zeit­raum um 28 Mrd € auf 1 936 Mrd €. Ins­ge­samt wuchs damit ihr Net­to­gel­d­ver­mö­gen um 80 Mrd € auf 4 802 Mrd €.

Die Au­ßen­fi­nan­zie­rung der nicht­fi­nan­zi­el­len Ka­pi­tal­ge­sell­schaf­ten war mit 94 Mrd € er­heb­lich höher als in den ver­gan­ge­nen vier Quar­ta­len. Dies war vor allem auf die Ent­wick­lung der Ak­ti­en und sons­ti­gen An­teils­rech­te sowie die der sons­ti­gen Ver­bind­lich­kei­ten zu­rück­zu­füh­ren. Die Geld­ver­mö­gens­bil­dung war mit 115 Mrd € deut­lich po­si­tiv, unter an­de­rem auf­grund einer Zu­nah­me bei den Be­tei­li­gun­gen, dar­un­ter Ak­ti­en und sons­ti­gen An­teils­rech­ten, wäh­rend die Net­to­gel­d­ver­mö­gens­bil­dung bei 20 Mrd € lag. Ein­schlie­ß­lich Be­wer­tungs­ef­fek­ten nahm das Net­to­gel­d­ver­mö­gen hin­ge­gen aber­mals ab.

Geld­ver­mö­gen der pri­va­ten Haus­hal­te auf neuem Höchst­stand

Das Geld­ver­mö­gen der pri­va­ten Haus­hal­te stieg im drit­ten Quar­tal 2020 um 108 Mrd € und er­reich­te mit 6 738 Mrd € Ende Sep­tem­ber einen neuen Höchst­stand. Die Ent­wick­lun­gen im Be­richts­quar­tal waren er­neut durch eine hohe Er­spar­nis­bil­dung und die an­hal­ten­de Er­ho­lung am Ka­pi­tal­markt ge­prägt, wie­sen je­doch nicht mehr die au­ßer­ge­wöhn­lich star­ke Dy­na­mik des Vor­quar­tals auf. Der trans­ak­ti­ons­be­ding­te An­stieg von Bar­geld und Ein­la­gen der pri­va­ten Haus­hal­te in Höhe von 41 Mrd € war kräf­tig, mit Blick auf die Vor­jah­re je­doch nicht un­ge­wöhn­lich hoch. Die For­de­run­gen aus Spar­ein­la­gen und -brie­fen wur­den zum fünf­ten Mal in Folge in ge­rin­gem Um­fang ab­ge­baut. Ihre An­sprü­che an Ver­si­che­run­gen er­höh­ten die pri­va­ten Haus­hal­te um 19 Mrd €.

Gleich­zei­tig er­leb­te das En­ga­ge­ment der pri­va­ten Haus­hal­te auf dem Ka­pi­tal­markt zu­letzt einen ra­san­ten Auf­schwung. Im drit­ten Quar­tal kauf­ten pri­va­te Haus­hal­te per saldo Ak­ti­en und In­vest­ment­fonds­an­tei­le im Um­fang von 20 Mrd €, was fast dem Drei­fa­chen der durch­schnitt­li­chen Zu­käu­fe der ver­gan­ge­nen zehn Jahre ent­spricht. Dabei in­ves­tier­ten die pri­va­ten Haus­hal­te un­ge­fähr die glei­che Summe in In­vest­ment­fonds­an­tei­le wie in Ak­ti­en. Mit Net­to­käu­fen in Höhe von 7 Mrd € waren dabei bör­sen­no­tier­te Ak­ti­en aus­län­di­scher Emit­ten­ten be­liebt wie nie zuvor. Schuld­ver­schrei­bun­gen wur­den hin­ge­gen, dem Trend der letz­ten Jahre fol­gend, wei­ter ab­ge­baut. Zudem pro­fi­tier­ten die pri­va­ten Haus­hal­te im Be­richts­quar­tal von Be­wer­tungs­ge­win­nen in Höhe von 20 Mrd €.

Die Au­ßen­fi­nan­zie­rung der pri­va­ten Haus­hal­te in Deutsch­land folgt seit ei­ni­gen Jah­ren einem an­hal­ten­den Auf­wärts­trend und be­lief sich im Be­richts­quar­tal auf 28 Mrd €. Sie er­reich­te damit den höchs­ten Wert seit Ende der neun­zi­ger Jahre. Zum weit über­wie­gen­den Teil han­delt es sich dabei um Woh­nungs­bau­kre­di­te bei in­län­di­schen Kre­dit­in­sti­tu­ten. Die Ver­bind­lich­kei­ten lagen zum Ende des drit­ten Quar­tals damit bei 1 936 Mrd €. Die Ver­schul­dungs­quo­te, de­fi­niert als Summe der Ver­bind­lich­kei­ten in Re­la­ti­on zum no­mi­na­len Brut­to­in­lands­pro­dukt (glei­ten­de Vier­quar­tals­sum­me), stieg re­la­tiv deut­lich um 1,3 Pro­zent­punk­te auf 57,8 %, da die Vier­quar­tals­sum­me des no­mi­na­len Brut­to­in­lands­pro­dukts im Be­richts­quar­tal sank. Das Net­to­gel­d­ver­mö­gen stieg um 80 Mrd € auf 4 802 Mrd € zum Ende des Be­richts­quar­tals.

Ver­schul­dungs­quo­te nicht­fi­nan­zi­el­ler Ka­pi­tal­ge­sell­schaf­ten im drit­ten Quar­tal deut­lich ge­stie­gen

Die Au­ßen­fi­nan­zie­rung der nicht­fi­nan­zi­el­len Ka­pi­tal­ge­sell­schaf­ten lag per saldo mit 94 Mrd € deut­lich über dem Durch­schnitt der ver­gan­ge­nen vier Quar­ta­le. Die­ser An­stieg war haupt­säch­lich auf die au­ßer­ge­wöhn­li­che Ent­wick­lung zwei­er Po­si­tio­nen zu­rück­zu­füh­ren. Zum einen lagen die Emis­sio­nen von Ak­ti­en und sons­ti­gen An­teils­rech­ten mit 37 Mrd € so hoch wie zu­letzt vor 20 Jah­ren. Zum an­de­ren er­reich­te der Zu­wachs an sons­ti­gen Ver­bind­lich­kei­ten, haupt­säch­lich be­stehend aus Han­dels­kre­di­ten, mit 42 Mrd € einen his­to­ri­schen Höchst­wert. Im Ge­gen­satz dazu waren die Emis­sio­nen von Schuld­ver­schrei­bun­gen sowie die Zu­nah­me der Kre­dit­fi­nan­zie­rung mit 10 Mrd € be­zie­hungs­wei­se 7 Mrd € nicht mehr so hoch wie im zwei­ten Quar­tal 2020. Trei­ber der schwa­chen Ent­wick­lung der Kre­dit­fi­nan­zie­rung war vor allem ein Abbau der Kre­dit­ver­bind­lich­kei­ten ge­gen­über in­län­di­schen Mo­ne­tä­ren Fi­nanz­in­sti­tu­ten in Höhe von 11 Mrd €.

Die Geld­ver­mö­gens­bil­dung der nicht­fi­nan­zi­el­len Ka­pi­tal­ge­sell­schaf­ten war im drit­ten Quar­tal 2020 mit 115 Mrd € nach der Tal­fahrt im zwei­ten Quar­tal wie­der stark po­si­tiv. Bar­geld und Ein­la­gen wur­den mit 43 Mrd € be­deu­tend auf­ge­stockt. Wäh­rend im Vor­quar­tal Ak­ti­en und sons­ti­ge An­teils­rech­te noch netto ver­kauft wor­den waren, kam es im Be­richts­quar­tal er­neut zu einem An­kauf die­ser An­la­ge­form in Höhe von 18 Mrd €. Die Be­stän­de ent­wi­ckel­ten sich ins­ge­samt etwas we­ni­ger dy­na­misch. Das Geld­ver­mö­gen er­reich­te einen Stand von 4 915 Mrd € und wuchs somit um 3,4 %. Trei­ben­de Kräf­te waren dabei die An­stie­ge bei Bar­geld und Ein­la­gen sowie bei sons­ti­gen For­de­run­gen. Die Be­wer­tungs­än­de­run­gen bei Ak­ti­en und An­teils­rech­ten waren nicht mehr so stark wie noch in der ers­ten Jah­res­hälf­te und tru­gen somit kaum zur Ent­wick­lung des Geld­ver­mö­gens bei.

Unter Be­rück­sich­ti­gung sämt­li­cher Trans­ak­tio­nen und Be­wer­tungs­ef­fek­te ging das Net­to­gel­d­ver­mö­gen der nicht­fi­nan­zi­el­len Ka­pi­tal­ge­sell­schaf­ten er­neut zu­rück auf -1 952 Mrd €. Der Rück­gang war damit aber nicht mehr so deut­lich wie noch im Vor­quar­tal. Die Ver­schul­dungs­quo­te, be­rech­net als Summe der Kre­di­te, Schuld­ver­schrei­bun­gen und Pen­si­ons­rück­stel­lun­gen in Re­la­ti­on zum no­mi­na­len Brut­to­in­lands­pro­dukt (glei­ten­de Vier­quar­tals­sum­me), blieb ihrem Auf­wärts­trend treu und stieg um 1,2 % Pro­zent­punk­te auf 72,3 %. Ur­säch­lich für den An­stieg waren er­neut so­wohl die wei­ter stei­gen­de ab­so­lu­te Ver­schul­dung als auch die ge­dämpf­te ge­samt­wirt­schaft­li­che Ak­ti­vi­tät.

Auf­grund zwi­schen­zeit­lich durch­ge­führ­ter Re­vi­sio­nen der ge­samt­wirt­schaft­li­chen Fi­nan­zie­rungs­rech­nung sowie der Volks­wirt­schaft­li­chen Ge­samt­rech­nun­gen sind die An­ga­ben die­ser Pres­se­no­tiz nicht mit denen frü­he­rer Pres­se­no­ti­zen ver­gleich­bar.

 

Betriebsvermögen in Zeiten niedriger Zinsen anlegen

Wenn die Konjunktur gut läuft und die Firmenkonten gut gefüllt sind, suchen viele Unternehmen nach Möglichkeiten, das Geld für geplante Investitionen oder schlechtere Zeiten gewinnbringend anzulegen. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase ist es schwierig, flexible Finanzinstrumente mit guten Renditechancen zu finden. Aus diesem Grunde beschäftigen sich immer mehr Unternehmen verstärkt mit Investmentfonds. 

Investmentfonds bieten in der Regel höhere Renditechancen als herkömmliche Sparformen. Zudem kann je nach Anlagebetrag, erwarteter Rendite und Laufzeit über verschiedene Fonds eine breit gestreute Anlage erfolgen. Eine Investition des Betriebsvermögens in Investmentfonds ist transparent und flexibel an die unternehmerische Situation anpassbar, z. B. durch Fondsumschichtung.

Als Sondervermögen sind Investmentfonds gemäß dem Kapitalanlagegesetzbuch vor einer Insolvenz geschützt.

Über Fonds Europe können Unternehmen auf spezifische Depotlösungen für die Anlage von Betriebsvermögen zurückgreifen und von einer großen Fondsauswahl profitieren.

 

 

Anlage von Betriebsvermögen in Investmentfonds mit dem Business Depot

 
Das Depot für Betriebsvermögen (Fonds Europe FNZ Bank Business Depot) im Überblick:

 

  • - Zugriff auf das gesamte ebase Fondsspektrum über 7.100 Investmentfonds und Exchange Traded Funds (ETFs)
  • - Verwahrung von bis zu 99 Depotpositionen in einem Depot mit transparentem Festpreismodell
  • - Business Konto inklusive, optional mit Tages- und Festgeldposition
  • - Komfortabler Online-Zugang für die Depotverwaltung und Online-Banking mit firmenkundenspezifischen Features
  • - Abbildung von gemeinschaftlicher Verfügungsberechtigung im 4- oder 6-Augen-Prinzip
  • - Umfangreiches Reporting, das speziell auf die Anlage von Betriebsvermögen ausgerichtet ist
  • - (z. B. Bilanzwertaufstellung, Steuerbescheinigung, Umsatz- und Wertpapierabrechnung mit erweiterten Steuerdaten nach §5 InvStG, Erträgnisaufstellung)
  • - Einfache Einrichtung von Spar- und Entnahmeplänen
  • - Eigenes Expertenteam mit langjähr. Erfahrung in der Betreuung von Unternehmen zur fachlichen Unterstützung bei der Einrichtung der Depots sowie für die laufende Betreuung

Unsere Vision - Freiheit durch Finanzielle Unabhängigkeit - Für alle Menschen in Europa

Unsere Philosophie

 

 

Es ist Unsere Philosophie durch Investmentfonds alle Menschen an dem wirtschaftlichen Erfolg, den sie durch ihre Arbeit erbringen, zu beteiligen – über Einkommen oder Gehalt hinaus, durch Beteiligung. Voraussetzung dafür ist, dass sie sparen.

Dann aber setzen unsere verantwortungsbewussten Informationen ein:

Mit dem Geld in Produktivkapital gehen!

Wir empfehlen dafür Investmentfonds, da sie das Risiko der Beteiligung an nur einem Unternehmen mindern und sie die Beteiligung am Wirtschaftswachstum insgesamt gewährleisten.

 

Unsere Kernkompetenz
 

"Das Rechte erkennen und nicht tun, ist Mangel an Mut." - Konfuzius -

 

Es ist unser Ziel, jeden Bundesbürger zum Aktienfondsbesitzer zu machen.

Nur so erscheint es uns möglich, uns allen - auch unseren Kindern und Enkeln - eine friedliche, sozial ausgeglichene Zukunft zu ermöglichen. Ein Volk von direkten oder indirekten Aktionären, ein Volk von Eigentümern, denkt unternehmerisch und trägt dazu bei, soziale Frontstellungen und Fehlentwicklungen zu beseitigen. 

 

Ein menschenwürdiges Sein erscheint uns ohne ein angemessenes Haben nur philosophisch, nicht aber real möglich.

Wenn alle am Wachstum des Wohlstandes beteiligt sind, ist dies für unser ganzes Land und seine Gesellschaft positiv.

 

Unternehmens Profil

 

Seit 1990 beweisen die Gründer der Fonds Europe Financial Service GmbH hohe Seriosität als Partner für Vermögensaufbau, Alterseinkünfte und Risikoabsicherung. Mittlerweile zählt Fonds Europe zu den wenigen Unternehmens-unabhängigen Vermittlern für Investmentfonds und Absicherungsprodukte in Deutschland. Eine Vielzahl von Kunden konnte sich bis heute von den Vorteilen einer unabhängigen, intelligenten Finanzberatung überzeugen.

Wir sind überzeugt davon, dass unser Ziel, das Produktivkapital auf eine möglichst breite Bevölkerungsschicht zu verteilen, eine herausragende Aufgabe für alle ist, die wie wir innerhalb unserer Wirtschaftsordnung auch sozial motiviert sind.

 

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Warum ausgerechnet Fonds Europe Financial Services?

"Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen ganzen Monat für Geld zu arbeiten.“ (Heinz Brestel, Finanzpublizist)

Auf die Nettorendite kommt es an

und, worauf Sie achten sollten

 

  1. Sicherheit
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